So Little ~Yet So Much

In the dim outline of a child, I recognize myself — and all I believe I lack. A gentle meditation on self-acceptance, potential, and simply being.

A young child stands alone in near-total darkness, seen only as a silhouette. A soft, warm light traces the outline of the child’s head and shoulders from behind, suggesting a halo or gentle glow. The child’s posture is still and quiet, facing slightly to the side. The surrounding darkness is deep and enveloping, yet the light gives the small figure a presence that feels both fragile and luminous.

Wie die sanfte Berührung einer liebenden Hand fließt das Licht der Welt in ehrfürchtiger Langsamkeit über die äußere Form dieses Menschen. Ein Kind. Ein Anfang.

Ein Raum voller Möglichkeiten, gehalten in einem zarten, lebendigen Gefäß.

Die ruhende Dunkelheit lässt die Details des Kindes im Bild nicht mehr sein, als erahnbares Potenzial. Und so kann mein Herz einfach fühlen: die wahre Schönheit, den bezaubernden Reichtum, das unermessliche Potenzial… Oder kann es das nicht?

Und doch, wenn ich diese Silhouette als meine eigene erkenne, erscheint der leere Raum seltsam vertraut, und ich beginne zu bemerken, wie viel davon mit Kritik, Unzulänglichkeit, Schwäche und Mangel gefüllt ist.

Wie kann ich genug sein?

Und was ist überhaupt genug?

Ich entdecke in mir den diffusen, beunruhigenden Schatten einer gesellschaftlichen Norm — dass wir immer mehr sein müssen. Mehr Erfolg, mehr Leistung, mehr Anerkennung. Und ich ertappe mich dabei, wie ich versuche, den leeren Raum meiner Silhouette genau damit zu füllen.

Die ständige Sehnsucht nach „mehr“ ist wie ein durstiger Baum, der sich endlos nach oben streckt in der Hoffnung, die Sonne zu berühren, und dabei seine Wurzeln vergisst, die seinen Durst stillen könnten.

Und dabei beruht dieser Durst selbst auf einem Missverständnis.

Das Gefühl, nicht genug zu sein, ist wie ein Fluss, der glaubt, nur Wasser zu sein, und in diesem Glauben alles vergisst, was er ist: lachende Bewegung, sanft fließende Verbindung, schimmerndes Werden, spielerisches Murmeln und auch stilles Ruhen und Spiegeln — Lebendigkeit.

Am Ende dieser Reise steht keine große Offenbarung, sondern ein leises Wissen: Ich bin nicht genug, weil ich etwas Bestimmtes erreicht habe.

Ich bin genug, weil ich bin. Der erste Schritt ist Selbstannahme — all das zu sammeln, was in meiner Silhouette ruht, Licht und Schatten gleichermaßen, und es zärtlich zu halten, so wie liebende Arme ein Kind halten.

Alles, was es wirklich braucht, ist ein wenig vom Licht dieser Erde, das meine äußerste Schicht erhellt wie die sanfte Berührung einer liebenden Hand, in ehrfürchtiger Langsamkeit. Dann wird meine Gegenwart in der Welt sichtbar — ich bin hier, ich bin bereits genug.

Mein Potenzial ruht im stillen Schatten — bis ich mich nach innen wende und es entdecke.

Und dieses Licht, diese zarte Berührung meiner lebendigen Silhouette — ich finde sie immer dann, wenn ich mir erlaube, berührbar zu werden. Wenn ich die Sonne anlächle oder den Tanz eines Schmetterlings betrachte, wenn ich mich an den sich ständig wandelnden Formen der Wolken erfreue oder Regentropfen mein Gesicht reinigen.

Dann — wenn all meine Sinne wie Fäden der Verbindung zur Welt um mich herum sich recken, empfangen und geben — dann bin ich genug.

Wirklich genug.


[ ENGLISH ]

Wonderworlds

Kaleidoscope with rooster legs

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Das geschieht, wenn man sich auf das Spiel mit Kindern einlässt: Man entdeckt Welten und merkt, welch ein Potenzial im Ungeplanten, im Spielerischen, im Kindlichen liegt. Dieses Bild strahlt für mich die ganze Kraft eines Kinder- & Jugendcoachings aus: Wunder liegen vor uns, wenn wir uns unverkrampft darauf einlassen.

Die Szene zeigt eine Kuscheldecke und zwei orangefarbene Beine eines vorwitzigen Stoff-Gockels. Gesehen durch die Linse eines iPads und dem Kaleidoskop-Filter. Beschnitten und fototechnisch ausgearbeitet mit diesem breiten Lächeln im Gesicht


This happens when we delve into the game with children: One discovers worlds and notices, what incredible potential lies in the unplanned, the playfulness, the childlike. This image radiates all the strength of a Children’s coaching for me: Wonders lie beneath our eyes if we get involved in a relaxed way.

The scene shows a blanket and two orange legs of a cheeky plush rooster. Seen through the lens of an iPad and the Kaleidoscope filter. Cropped and photographically developed with that broad smile in my face…


Yours truly

Colors of longing

Colors of longing

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„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Antoine de Saint-Exupery


“If you want to build a ship, do not herd people together to procure wood, to assign them tasks and work, but rather teach them to long for the endless immensity of the sea.”
Antoine de Saint-Exupery


Yours truly

Jonathan Livingston Seagull



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Lost
On a painted sky
Where the clouds are hung
For the poet’s eye
You may find him
If you may find him
There
On a distant shore
By the wings of dreams
Through an open door
You may know him
If you may…

(Thanks much, Neil Diamond!)


Erinnerungen an die Sehnsucht der Jugend. Erinnerungen daran, dass ich auf mein Herz hören soll. Eine Erinnerung daran, dass ich selber verantwortlich bin, meinen Visionen durch Taten näher zu kommen. So schwinge ich mich in dem Bild auf, und erkunde den Himmel und dehne den Horizont dessen, was ich als möglich erkenne. So wünsche ich auch dir einen inspirierten Sonntag.


Memories of the yearning of youth. Reminders that I should listen to my heart. A reminder that I am personally responsible to strive towards my visions through deeds. So I swing up myself in this image and explore the sky and stretch the horizon of what I accept as being possible. I wish you an equally inspired Sunday.

Yours truly

I walk the line



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Als ich am Strand entlang ging, das Gesicht in warmes Licht getaucht, den Wind im Haar, die nackten Füsse sanft in den Sand knirschend, lag sie da vor meinen Füssen… die Lebenslinie. Nie ganz gerade, nicht immer klar ob ich im nächsten Schritt nach links oder nach rechts gehen muss, manchmal energisch rauschend, manchmal sanft in dem Sand auslaufend, manchmal gleissend hell andere Abschnitte dunkel und matt. Immer aber von einer beeindruckenden Intensität. Ich nehme diesen Moment im Herzen mit, in den kommenden Alltag…


As I walked along the beach, my face bathed in warm light, the wind in my hair, bare feet crunching softly in the sand it lay there in front of my feet … the life line. Never quite straight, not always clear whether I need to go to the left or right in the next step, sometimes vigorously rushing, sometimes gently tapering to the sand, sometimes glistening light and other sections dark and dull. But always by an impressive intensity. I cary this very moment with me into the coming routine of everyday…

Yours truly